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Beim Bootvorgang eines Windows NT-basierten Rechners werden die virtuellen CDs erst nach dem Einloggen eingelesen, so dass die Autorun oder Autoplay-Funktion auf alle CDs anspringt und jedes Mal die Setup-Menüs startet, welche dann wieder weggeklickt werden müssen.
Zur Unterscheidung zwischen Autorun, Autoplay und Autostart siehe die Hinweise unten. Im folgenden Text wird der Einfachheit halber nur der Begriff Autorun benutzt.
Windows NT-basierte Systeme initialisieren die Autorun-Funktion bereits beim Hochfahren, aber erst nach dem Anmelden werden (virtuelle) CDs gelesen. Unter Windows 9x/ME werden (virtuelle) CDs eingelesen, bevor die Autorun-Funktion zur Verfügung steht,
In Windows 7 wird das Verhalten durch die Vorgaben bei "Automatischen Wiedergabe für alle Medien und Geräte verwenden" bestimmt ("Systemsteuerung" -> "Hardware und Sound" -> "Automatische Wiedergabe").
Sie können die Autorun-Funktion über Hilfsprogramme wie Microsoft's TweakUI (s.u., TIPP 3) deaktivieren oder direkt in der Registry, indem Sie
Beide Varianten erfordern einen Reboot, um wirksam zu werden.
Um den automatischen Start von virtuellen CDs zu verhindern, ihn aber für physikalische CDs weiterhin zu erhalten, haben Sie in Windows NT/2000 nur die Möglichkeit, über den Editor eine Definitionsdatei der CD zu erstellen, die AUTORUN.INF zu löschen und dann daraus eine virtuelle CD zu erstellen. (ACHTUNG: Die Größe eines Images, das aus einer Definitionsdatei erstellt wird, ist bei Virtual CD v3 auf 650 MB beschränkt!) Sollen einzelne virtuelle CDs dann doch automatisch starten, kann man in den Containerdateieigenschaften eine entsprechende Startanwendung definieren.
Ab Windows XP können Sie wiederum für jedes CD-Laufwerk separat im Eigenschaftendialog das Autoplay-Verhalten für die unterschiedlichen CD-Typen bestimmen (s.a. TIPP 3)
Tipp 1:
Eine weitere Möglichkeit, den automatischen Start einer virtuellen CD bei aktiviertem Autorun zu verhindern, wäre, nur das Kommando "open=autorun.exe" aus der AUTORUN.INF zu entfernen.
Vorteil: Wenn ein Icon in der AUTORUN.INF angegeben ist ("icon=autorun.exe,0"), wird dieses auch im Explorer angezeigt.
Nachteil: Nach dem Einlegen der virtuellen CD öffnet sich ein Explorer-Fenster, das den Inhalt der CD anzeigt.
Wenn Sie die AUTORUN.INF ganz weglassen, wird zwar kein Icon mehr dargestellt, es wird aber auch kein Explorer-Fenster geöffnet.
Tipp 2:
Sie können eine einzelne CD (physikalisch und virtuell) am Autorun hindern, indem Sie beim Einlegen der CD die SHIFT-Taste gedrückt halten (ab Windows Vista funktioniert dies nicht mehr!).
Virtual CD v5 und höher ermöglichen das Unterdrücken der Autorun-Funktion in den Containerdateieigenschaften einzeln für jede virtuelle CD ("Autorun beim Einlegen unterdrücken"). Dies entspricht der gedrückten SHIFT-Taste beim Einlegen (s.o.).
In den Virtual CD Einstellungen gibt es unter "Erstellen virtueller CDs" zusätzlich die Option "Autorun-Funktion für neu erstellte virtuelle CDs automatisch abschalten".
Funktioniert dies nicht immer, erhöhen Sie bitte den Registry-Wert "Wait" in HKEY_CURRENT_USER\Software\H+H Software GmbH\Virtual CD 5\VC5Play\Settings (Standard ist 2000 = 2 Sekunden). Der Schlüssel lautet für Virtual CD v6 entsprechend ...\Virtual CD 6\VC6Play\Settings usw.
Tipp 3:
Mit Tools wie TweakUI für Windows XP oder TuneUP ist es möglich, bei einzelnen Laufwerken (also z.B. allen virtuellen) die Autorunfunktion zu deaktivieren.
Hinweis: Wenn die Autorunfunktion für einzelnes CD-Laufwerk deaktiviert ist, kann im Windows Explorer das CD-Label der eingelegten CD nicht angezeigt werden.
Tipp 4:
Um Autorun und Autoplay dauerhaft zu deaktivieren, empfiehlt Microsoft das Aktivieren der Gruppenrichtlinie "Autoplay deaktivieren" (nicht möglich unter den "Home" Versionen der Microsoft Betriebssysteme).
Unter allen Versionen von Windows XP/Vista/7 kann mit folgender Variante das Autorun und Autoplay dauerhaft deaktiviert werden:
Hinweis: Das Ausschalten des Autorun wie in TIPP 3 und 4 beschrieben hat zur Folge, dass bei eingelegten Medien weder das Icon noch die Bezeichnung mehr angezeigt werden!
Hintergrund zu Autorun, Autoplay und Autostart: Den Mechanismus, der dafür sorgt, dass Programme automatisch von einer CD starten (oder von anderen gerade eingelegten Medien oder neu erkannten Laufwerken), hat Microsoft Autorun getauft. Was gestartet wird, steht in der Datei Autorun.inf im Wurzelverzeichnis der CD. Unter Vista ist der Start noch zu bestätigen.
Wenn die Anweisung zum Starten des Programms fehlt, durchsucht Windows stattdessen die gesamte CD, um darauf befindliche Inhalte wie Bilder oder Musik mit einer dafür geeigneten, bereits lokal installierten Software anzuzeigen/abzuspielen. Diesen Mechanismus hat Microsoft Autoplay benannt.
Weder Autoplay noch Autorun haben etwas mit Autostart zu tun. Damit sind Programme gemeint, die Windows bereits beim Hochfahren automatisch startet, etwa den Virenscanner. Autorun und Autoplay hingegen funktionieren ausschließlich bei erst im laufenden Betrieb neu erkannten Laufwerken oder beim Medienwechsel, nicht jedoch mit solchen, die beim Systemstart bereits vorhanden waren.